Krone​.at: Neue Dating-App nur für Männer mit kleinem Penis

„Dinky One“ ist eine neue Dating-App, die sich spe­ziell an Männer richtet, die einen kleinen Penis haben. Laut bri­ti­schen Ent­wick­lern sind alle Herren der Schöp­fung ein­ge­laden, sich anzu­melden, deren bestes Stück in erregtem Zustand kleiner als 14 Zen­ti­meter ist. Gründer David Minns hat damit eine Markt­lücke ent­deckt. Seit Ver­öf­fent­li­chung haben sich bereits 30.000 Männer und Frauen ange­meldet.

Laut der App „Dinky Ones“ hat jeder zweite Mann einen Penis unter dem Durch­schnitt. Viele Männer haben ein Pro­blem damit im Gegen­satz zu Frauen. „Stu­dien zeigen, dass die Mehr­heit der Frauen mit 85 Pro­zent mit der Größe des Penis ihres Part­ners zufrieden ist, jedoch nur 55 Pro­zent der Männer“, weiß Psy­cho­loge Johannes Lanz­inger. Viele Männer haben auf­grund der Größe ihres besten Stücks Pro­bleme damit, eine Part­nerin zu finden. Genau da möchte die neue Dating-App ansetzen. Denn wenn beide Seiten wissen, woran sie sind, fällt Erwar­tungs­druck oder Scham weg.

„Es kommen Männer in meine Praxis, deren Penis unter der Durch­schnitts­größe liegt. Das sind aber meist Extrem­fälle, da sich die meisten damit ganz gut aran­gieren. Das sind jene, die einen großen Lei­dens­druck meist schon seit der Pubertät haben.“

Laut Dating-App-Gründer David Minns würde die Por­no­in­dus­trie und Pro­dukte zur Penis­ver­län­ge­rung zu noch mehr Ver­un­si­che­rung bei den Män­nern führen. Mit der Platt­form will er zeigen, dass Größe nicht alles ist und die Qua­lität des Sexu­al­le­bens nicht davon abhängt. Eine Tat­sache, die Pati­enten in der Praxis von Sexu­al­the­ra­peutin Bet­tina Brückel­mayer noch lernen müssen: „Es kommen Männer in meine Praxis, deren Penis unter der Durch­schnitts­größe liegt. Das sind aber meist Extrem­fälle, da sich die meisten damit ganz gut aran­gieren. Das sind jene, die einen großen Lei­dens­druck meist schon seit der Pubertät haben.“

Doch nicht immer gibt es einen Zusam­men­hang zwi­schen der Unzu­frie­den­heit der Penis­länge und der tat­säch­li­chen Penis­länge. „Es gibt aber Zusam­men­hänge mit dem Selbst­be­wusst­sein, sozialen Ängsten, erek­tiler Funk­tion, Depres­sion und den ver­meint­lich nega­tiven Aus­wir­kungen, die mit einem kleinen Penis asso­zi­iert werden. Das führt dann zu einem geringen sexu­ellen Selbst­be­wusst­sein und sexu­ellen Pro­blemen. Was diese Männer dann wie­derum oft auf den ver­meint­lich zu kleinen Penis schieben“, beschreibt Lanz­inger.

Dass zahl­reiche Männer mit der Größe ihres besten Stücks tat­säch­lich unzu­frieden sind, zeigt der Umstand, dass sich wenige Tage nach dem Launch von „Dinky Ones“ 30.000 User ange­meldet haben. Etwa 70 Pro­zent Männer und 30 Pro­zent Frauen. „Es gibt sehr viele Frauen, die Schmerzen beim Geschlechts­ver­kehr haben oder von der Ana­tomie her selbst schmal gebaut sind. Diese Frauen begrüßen einen kleinen Penis“, weiß Brückel­mayer. Gene­rell sei die Größe des Penis für eine Frau eher zweit­rangig: „Wenn sie ihren Partner lieben, nehmen sie ihn so, wie er ist.“

„Es gibt sehr viele Frauen, die Schmerzen beim Geschlechts­ver­kehr haben oder von der Ana­tomie her selbst schmal gebaut sind. Diese Frauen begrüßen einen kleinen Penis. Wenn sie ihren Partner lieben, nehmen sie ihn so, wie er ist.“

Trotzdem bietet die neue App eine gute Mög­lich­keit für Männer, ihren Wert beim Dating nicht nur auf die Größe ihres Penisses zu redu­zieren. „Alles, was in irgend­einer Form ent­las­tend wirkt oder ein Gefühl gibt, mit dem Pro­blem nicht alleine zu sein, kann hilf­reich sein. Wenn die App hilft, Part­ne­rinnen zu finden, die kleine Penisse bevor­zugen, kann das beim ersten sexu­ellen Kon­takt, die Angst nehmen“, erklärt die Sexu­al­the­ra­peutin. „Wenn sie keine Angst haben müssen, für ihren ‚kleinen‘ Penis ver­ur­teilt zu werden, werden sie selbst­be­wusster, machen mehr posi­tive Erfah­rungen und redu­zieren die über­trie­bene Fokus­sie­rung auf die Größe des Penis“, betont Johannes Lanz­inger.

Der beste Umgang mit diesem ver­meint­li­chen Pro­blem wäre jedoch, es nicht als Pro­blem zu sehen, sagt Brückel­mayer: „Der beste Weg ist den­noch, seinen Penis akzep­tieren zu lernen, denn eine gute Part­ner­schaft beschränkt sich nicht nur auf die Sexua­lität alleine. Und wer seinen Partner liebt, liebt ihn so wie er ist und somit auch seinen kleinen Penis. Oft kann es eine ent­las­tend wirken, vorab sein Pro­blem zu schil­dern, damit durch das Ver­ständnis der Frau, Ängste genommen werden. Und wenn sie es nicht ver­steht, ist sie wohl die fal­sche Frau.“

Lesen Sie den ganzen Artikel: zum Bei­trag