Burnout-Syndrom

Das Bur­nout-Syn­drom steht seit einigen Jahren im Blick­punkt der Gesell­schaft und erfährt zuneh­mend öffent­li­ches Inter­esse. In der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Praxis spielt es seit Jahren eine große Rolle.

Burnout, Zündhölzer, Psychotherapie Brückelmayer

Was ist Burnout?

Beim Bur­nout-Syn­drom han­delt es sich um eine anhal­tende Stress­re­ak­tion auf arbeits­be­zo­gene Belas­tungen. Unter burn out ver­steht man ein „Aus­ge­brannt­sein“. Es beschreibt einen Zustand, in dem sich ein Mensch im beruf­li­chen Alltag in per­ma­nenter Über­for­de­rung befindet. Mit dem Bur­nout-Syn­drom wird per se keine Dia­gnose beschrieben, son­dern es han­delt sich um einen Umstand völ­liger emo­tio­naler Erschöp­fung. Bur­nout findet man in allen Berufs­gruppen (Mana­gern, Poli­zisten, EDV Spe­zia­listen etc.) und allen gesell­schaft­li­chen Schichten, beson­ders aber bei Men­schen mit sozialen Berufen (Lehrer, Ärzte, Pfle­ge­per­sonal etc.).

Wie äußert sich Burnout?

Beim Bur­nout han­delt es sich um einen Zustand völ­liger emo­tio­naler Erschöp­fung, einem „Aus­ge­brannt­sein“, wo die eigene Leis­tungs­fä­hig­keit stark redu­ziert ist. Es zeigen sich psy­chi­sche Sym­ptome wie emo­tio­nale Erschöp­fung, Hilf­lo­sig­keit, Schuld­ge­fühle, Ner­vo­sität, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­bleme, aggres­sive Impulse oder ver­lang­samtes Denken. Bur­nout-Anzei­chen auf der kör­per­li­chen Ebene sind häufig ver­rin­gerte Leis­tungs­fä­hig­keit, Kopf­schmerzen, Übel­keit, Appe­tit­ver­lust, Schlaf­stö­rungen, Ver­dau­ungs­pro­bleme, Herz­be­schwerden oder sexu­elle Pro­bleme. Die Sym­ptome führen beim Betrof­fenen sehr oft zu Kon­se­quenzen, wie z.B. über­stei­gerte Akti­vi­täten, Unruhe, unor­ga­ni­siertes Ver­halten oder ver­mehrter Alko­hol­konsum. Aus­ge­brannte Men­schen zeigen auch hin­sicht­lich Ein­stel­lungen oder Hal­tungen Reak­tionen wie Zynismus, Gleich­gül­tig­keit oder Pes­si­mismus. Jede Art von Erre­gungs­zu­stand, die mit starken Affekten oder ziel­loser Hypo­mo­torik ein­her­gehen, wie plan­losem Um-sich-Schlagen ein­her­gehen, können als Reak­tion auf äußere Belas­tungen und somit als eine Bur­nout-Sym­pto­matik ver­standen werden. Sogar selbst- und fremd­ag­gres­sive Hand­lungen in Form eines Amok­laufs sind in diesem Zusam­men­hang zu sehen. Es kann schluss­ge­fol­gert werden, dass jedes auf­fäl­lige Ver­halten eine Reak­tion auf eine äußere Belas­tung dar­stellen kann (hef­tige Affekte, his­trio­ni­sche Per­sön­lich­keiten, para­noide Reak­tionen, Eifer­suchts­re­ak­tionen).

Was ist Stress aus biologischer Sicht?

Burnout, Frau mit kleinen Kindern, Psychotherapie Brückelmayer

Aus bio­lo­gi­scher Sicht ver­sucht der Körper, der sich bereits im Bur­nout befindet, immer einen Anpas­sungs­pro­zess anzu­streben. Dies geschieht, sobald der Körper Abwei­chungen vom Gleich­ge­wicht (Homöo­stase) fest­stellt. Das heißt, dass der „aus­ge­brannte“ Orga­nismus ständig damit beschäf­tigt ist, Stö­rungen vom Außen zu kom­pen­sieren, um die innere Ord­nung wie­der­her­zu­stellen. Beim Stress­be­griff han­delt es sich um einen psy­cho­phy­si­schen Vor­gang.

Eine akute Stress­re­ak­tion zeigt sich unver­züg­lich durch eine schnel­lere Atmung, einer Akti­vie­rung des Herz-Kreis­lauf­system, der Erhö­hung der Mus­kel­span­nung, Hem­mung der Ver­dau­ungs­tä­tig­keit als auch der Libido, Erhö­hung der Schmerz­to­le­ranz und kurz­fristig erhöhte Immun­kom­pe­tenz. Das gesamte System breitet sich auf eine bedroh­liche Situa­tion vor (vgl. Gefahr in der Tier­welt).

Man kann sich also vor­stellen, dass der beschrie­bene Vor­gang für den Orga­nismus eine Höchst­leis­tung dar­stellt und auf Dauer die Gesund­heit massiv gefährden kann. Zudem hat Stress eine Fol­ge­wir­kung auf unser Gehirn, da das durch Stress frei­ge­setzte Hormon Kor­tisol nach­hal­tige Ver­än­de­rungen im Gehirn ver­ur­sacht. Blut­bahnen ver­stopfen sich und Krank­heiten wie Arte­rio­skle­rose und Infarkte in Herz, Lunge oder Gehirn können die Folge sein. Chro­ni­scher Stress kann lang­fristig ebenso Depres­sionen, zu Magen-Darm-Geschwüren, zu Weich­teil­rheu­ma­tismus, Dia­betes, Impo­tenz usw. führen.

Beob­achten Sie sich selbst, ob diese Stress­an­zei­chen bereits bei Ihnen vor­handen sind. Dies sind Anzei­chen eines Bur­nouts oder am besten Weg ins Bur­nout! Eine The­rapie gegen Bur­nout biete ich in meiner Praxis in Wien, in der Praxis St. Pölten und in der Praxis Kapelln an.

Mein Angebot

Psy­cho­the­rapie Wien
Psy­cho­the­rapie St. Pölten
Angst, Panik, Panik­at­ta­cken
Depres­sion
Bur­nout
Zwangs­ge­danken
Zwangs­hand­lungen

Sexu­al­the­rapie Wien
Sexu­al­the­rapie St. Pölten

Für Frauen, Männer, Paare & Trans­se­xu­elle

Lust­lo­sig­keit

Paar­se­xu­al­the­rapie

Orgas­mus­stö­rung
Vor­zei­tiger Samen­er­guss
Errek­ti­ons­stö­rungen
Sex­sucht

Sind Sie Burnout gefährdet?

Die fol­genden Punkte können Anzei­chen von Über­for­de­rung sein. Welche davon haben Sie in der letzten Woche an sich fest­stellen können?

Körperliche Warnsignale

  • Herz­klopfen
  • Enge­ge­fühl in der Brust
  • Atem­be­schwerden
  • Ein­schlaf­stö­rungen
  • Chro­ni­sche Müdig­keit
  • Ver­dau­ungs­be­schwerden
  • Magen­schmerzen
  • Appe­tit­lo­sig­keit
  • Sexu­elle Funk­ti­ons­stö­rung
  • Mus­kel­ver­span­nungen
  • Kopf­schmerzen
  • Rücken­schmerzen
  • Kalte Füße/​ Hände
  • Starkes Schwitzen

Kognitive Warnsignale

  • Ständig krei­sende Gedanken
  • Kon­zen­tra­ti­ons­stö­rungen
  • Leere im Kopf („black out“)
  • Tag­träume
  • Alb­träume
  • Leistungsverlust/​häufige Fehler

Warnsignale im Verhalten bei Burnout

  • Aggres­sives Ver­halten gegen­über anderen, „aus der Haut fahren“
  • Fin­ger­trom­meln, Füße scharren, Zit­tern, Zähne knir­schen
  • Schnelles Spre­chen oder Stot­tern
  • Andere Unter­bre­chen, nicht zuhören können
  • Unre­gel­mäßig essen
  • Konsum von Alkohol (oder Medi­ka­menten) zur Beru­hi­gung
  • Pri­vate Kon­takte „schleifen lassen“
  • Mehr Rau­chen als erwünscht
  • Weniger Sport und Bewe­gung als gewünscht

Was passiert in einer Therapie gegen Burnout?

Burnout, Mann am Schreibtisch, Psychotherapie Brückelmayer (©Otmar Winterleitner, stock.adobe.com)

Bei der Stress­be­wäl­ti­gung geht es primär darum, indi­vi­du­elle Fähig­keiten und Res­sourcen („Coping-Stra­te­gien“) zu akti­vieren und anzu­wenden, um die äußeren Anfor­de­rungen bewäl­tigen zu können bzw. gesund zu bleiben.

Sie werden lernen, durch sog. kurz­fris­tige oder lang­fris­tige Copings Ihren Stress zu bewäl­tigen und damit der Bur­nout­falle zu ent­kommen.

Eine kurz­fris­tige Stress­be­wäl­ti­gung wäre bei­spiels­weise eine Abre­ak­tion durch „Luft raus­lassen“, einen Knautsch­ball drü­cken oder bewusst Ihre Atmung ein­zu­setzen. Ebenso kann eine kurze Pause, ein Spa­zier­gang oder eine Selbst­er­mun­te­rung helfen die Stress­si­tua­tion zu bewäl­tigen.

Lieber Gott, gib mir die Kraft, die Dinge zu ver­än­dern, die ich ver­än­dern kann, und die Dinge zu ertragen, die ich nicht ver­än­dern kann, und die Weis­heit, das eine vom anderen zu unter­scheiden“ (Augus­tinus Oetinger).

Als lang­fris­tige Stress­be­wäl­ti­gung lernen Sie in einer The­rapie gegen Bur­nout regel­mä­ßige Ent­span­nung zu prak­ti­zieren, ihre Ein­stel­lungen zu ändern, Grenzen zu ziehen, Unter­stüt­zung ein­zu­for­dern, Genuss zu erleben usw. Damit soll lang­fristig gesehen Ihr Erre­gungs­ni­veau redu­ziert werden und somit Fol­ge­krank­heiten ver­mieden werden. Lang­fristig gesehen, ist das Anwenden von Ent­span­nungs­tech­niken das Um und Auf für Men­schen, die Bur­nout gefährdet sind oder bereits mitten im Bur­nout ste­cken.

Ein wei­teres Kern­stück der The­rapie gegen Bur­nout bildet die Bio­gra­phie­ar­beit. Gemeinsam explo­rieren wir, welche dys­funk­tio­nalen Sche­mata Sie letzt­end­lich ins Bur­nout manö­vriert haben. Dys­funk­tio­nale Muster gene­rieren sich durch „Glau­bens­sätze“ die Sie Laufe Ihrer Sozia­li­sa­tion ange­nommen haben. Mög­liche Glau­bens­sätze, die Men­schen in Ihrem Umfeld Ihnen ver­mit­telt haben sind: „Du bist nichts wert“, „Aus dir wird nie etwas“, „Du bist faul“, „Nur wer hart arbeitet…“ usw.

In der The­rapie gegen Bur­nout wird zu den bereits genannten Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien auch eine Ände­rung der eigenen Ein­stel­lungen ange­strebt. Bewer­tungen oder selbst­er­fül­lende Pro­phe­zei­ungen, wie „Der will mich ärgern“ oder „das schaffe ich nie“ werden Sie nach und nach lernen, aus­zu­schalten. Ähn­lich ver­hält sich dies mit irra­tio­nalen Ein­stel­lungen oder Bewer­tungen wie, „Alle sollen mich lieben“, „Man kann nie­manden Ver­trauen“, „Starke Men­schen brau­chen keine Hilfe“, „Ich muss es jedem recht machen“ usw. Diese Eis­tel­lungs­än­de­rung wird sie a la longue zu einem aus­ge­gli­chenen Men­schen machen und Sie somit aus der Bur­nout­falle befreien.

Behandlung von Burnout erfolgt in der Praxis Wien, St. Pölten und Kapelln.

Psychotherapie in Wien

Meine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Praxis im 1. Bezirk ist unmit­telbar neben dem Juri­dicum, der Wiener juri­di­schen Fakultät, gut für Sie erreichbar.
1010 Wien
Rockh­gasse 4/​​3/​​Top 7 Altbau
Wie Sie am besten und schnellsten Weg zu mir kommen, finden Sie unter Standort, Praxis Wien.

Psychotherapie in St. Pölten und Kapelln

Die psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Behand­lung kann in St. Pölten oder in Kapelln erfolgen: Kon­takt Praxis St. Pölten
Psy­cho­the­rapie in St. Pölten, Praxis Schreiner­gasse
3100 St. Pölten
Schreiner­gasse 7 im Hof

Psy­cho­the­rapie in Kapelln, Praxis Berg­gasse
3141 Kapelln
Berg­gasse 3